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Liebe Leser der GermanBoardNews,

das Rufen wurde erhört! Mit ein wenig Stolz und frischer Zuversicht schreibe ich diesen Satz. Denn nach dem Wirecard-Skandal, der durch ein komplettes Systemversagen (auch auf Aufsichtsratsebene) möglich wurde, bewegt sich endlich was in Corporate Germany – und zwar auf zwei Ebenen.

Erstens: Der Untersuchungsausschuss des Bundestages in Sachen Wirecard wird das Governance-System-Thema aufgreifen, wie aus der hervorgeht: Dort heißt es in Abschnitt III, Ziff. 47, es solle untersucht werden:

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

das Rufen wurde erhört! Mit ein wenig Stolz und frischer Zuversicht schreibe ich diesen Satz. Denn nach dem Wirecard-Skandal, der durch ein komplettes Systemversagen (auch auf Aufsichtsratsebene) möglich wurde, bewegt sich endlich was in Corporate Governance Germany – und zwar auf zwei Ebenen.

Erstens: Der Untersuchungsausschuss des Bundestages in Sachen Wirecard wird das Governance-System-Thema aufgreifen, wie aus der konstituierenden Frageliste hervorgeht: Dort heißt es in Abschnitt III, Ziff. 47, es solle untersucht werden:

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

wir melden uns aus einer Sommerpause zurück, die alles andere als ereignislos war. Denn der Wirecard-Skandal hat immer weitere Kreise gezogen. Zahlreichen Beobachtern ist klar geworden: Es reicht nicht, das Versagen von Wirtschaftsprüfern und Bafin zu beleuchten. Wir müssen zudem die Schwächen unseres Corporate-Governance-Systems identifizieren und beheben.

Nachdem ich in den letzten GermanBoardNews vor den Ferien für einen „Masterplan“ plädiert hatte, durfte ich meine Vorschläge im Interview mit dem SPIEGEL konkretisieren. Seither gab es viel Zustimmung – insbesondere für die Forderung, die Deutsche Börse in die Pflicht zu nehmen und hohe Governance-Standards zur Bedingung für ein Listing zu machen.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

während der Bund Anteile an der Lufthansa übernimmt und seine Vertreter in den Aufsichtsrat ‚entsendet‘, laufen bei der anderen prominenten Beteiligung, der Commerzbank, der Vorstands- und der Aufsichtsratsvorsitzende , weil sie offenbar dem Druck eines Investors nicht standhalten können/wollen (siehe dazu unser heutiges Top vs. Flop).

Ich möchte mich heute zunächst  nochmal (und bestimmt nicht zum letzten Mal) dem WIRECARD-Skandal widmen. Denn mich treibt insbesondere die Frage um:

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Liebe Leser der GermanBoardNews, was ist denn da los in Corporate Deutschland? Mit der Lufthansa haben wir uns mehrfach beschäftigt, und dann hat uns plötzlich Wirecard  überrascht. Wirklich? Ja. Auch ich war geneigt, das Unternehmen mit einer rosaroten Brille zu sehen. Immerhin hat Wirecard in den letzten zwei Jahren reputable Aufsichtsräte an Bord geholt (und weist übrigens eine alles übertreffende Frauenquote aus).

Für die Hauptversammlung waren weitere Aufsichtsräte angekündigt (wir haben hier darüber berichtet). Und jetzt bringt genau dieses Unternehmen Schande über den Kapitalmarktstandort Deutschland. Die Rolle des Aufsichtsrates bei diesem Desaster werden wir uns ganz genau ansehen müssen.

Das Wirecard-Drama offenbart aber noch ein ganz anderes Problem: Wir haben zwar den Deutschen Corporate Governance Kodex, aber auf die Corporate Governance im Sinne guter Unternehmensführung und -überwachung hat er keine positive Wirkung. Wie sonst wäre es zu erklären, dass ein Unternehmen, das den Kodex weitgehend einhält, einen derartigen Skandal verursacht?

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Liebe Leser der GermanBoardNews, was ist denn da los in Corporate Deutschland? Mit der Lufthansa haben wir uns mehrfach beschäftigt, und dann hat uns plötzlich Wirecard  überrascht. Wirklich? Ja. Auch ich war geneigt, das Unternehmen mit einer rosaroten Brille zu sehen. Immerhin hat Wirecard in den letzten zwei Jahren reputable Aufsichtsräte an Bord geholt (und weist übrigens eine alles übertreffende Frauenquote aus).

Für die Hauptversammlung waren weitere Aufsichtsräte angekündigt (wir haben hier darüber berichtet). Und jetzt bringt genau dieses Unternehmen Schande über den Kapitalmarktstandort Deutschland. Die Rolle des Aufsichtsrates bei diesem Desaster werden wir uns ganz genau ansehen müssen.

Das Wirecard-Drama offenbart aber noch ein ganz anderes Problem: Wir haben zwar den Deutschen Corporate Governance Kodex, aber auf die Corporate Governance im Sinne guter Unternehmensführung und -überwachung hat er keine positive Wirkung. Wie sonst wäre es zu erklären, dass ein Unternehmen, das den Kodex weitgehend einhält, einen derartigen Skandal verursacht?

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Lieber Leser der GermanBoardNews,

zu den gefragtesten Entscheidern gehört derzeit Theodor Weimer. Seine Berufung in den Aufsichtsrat der Deutschen Bank hat weit über die Finanzbranche hinaus ein positives Echo ausgelöst. Misstöne kamen nur auf, weil im Umfeld der Deutschen Börse befürchtet wurde, er könne Paul Achleitner bereits 2022 als Aufsichtsratschef ablösen – und deshalb als CEO aufhören.

Das zeigt: Zahlreiche Menschen setzen große Hoffnungen in Theodor Weimer. Ich gehöre ebenfalls dazu. Denn der Chef der Deutschen Börse ist nicht nur ein hochkarätiger Manager, sondern auch jemand, der über den Tellerrand schaut und gesellschaftliche Entwicklungen aufmerksam beobachtet (wie auch unser aktuelles Interview mit ihm eindrucksvoll zeigt).

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

die gute Nachricht der Woche war: Die Bundesregierung will keine Politiker oder Staatssekretäre, sondern zwei unabhängige Experten in den Aufsichtsrat der Lufthansa schicken. Wenn die Gremien und die EU-Kommission den Einstieg des Corona-Rettungsfonds WSF durchwinken, dürfte das Unternehmen also wichtigen unternehmerischen Gestaltungsspielraum behalten. Gut so.

Wir werden allerdings sehr genau beobachten, wie es um die „Unabhängigkeit“ und die „Expertise“ der neuen Aufsichtsräte tatsächlich bestellt ist. Zudem hoffe ich im Sinne der Lufthanseaten, dass das Kompetenz- und Diversity-Profil des Kontrollgremiums nicht aus den Fugen gerät.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

die gute Nachricht der Woche war: Die Bundesregierung will keine Politiker oder Staatssekretäre, sondern zwei unabhängige Experten in den Aufsichtsrat der Lufthansa schicken. Wenn die Gremien und die EU-Kommission den Einstieg des Corona-Rettungsfonds WSF durchwinken, dürfte das Unternehmen also wichtigen unternehmerischen Gestaltungsspielraum behalten. Gut so.

Wir werden allerdings sehr genau beobachten, wie es um die „Unabhängigkeit“ und die „Expertise“ der neuen Aufsichtsräte tatsächlich bestellt ist. Zudem hoffe ich im Sinne der Lufthanseaten, dass das Kompetenz- und Diversity-Profil des Kontrollgremiums nicht aus den Fugen gerät.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

die Debatte über den Einstieg des staatlichen Rettungsfonds WSF bei der Lufthansa läuft auf Hochtouren. Das Ergebnis wird Signalwirkung haben: Es geht um nicht weniger als die Frage, ob wir uns auf den Weg in eine Staatswirtschaft begeben. Entscheiden künftig Politiker und Ministerialbeamte über den Kurs der Unternehmen, die der Steuerzahler rettet?

Das wäre verheerend für die betroffenen Unternehmen und den Wirtschaftsstandort Deutschland. Und dass es als ersten Konzern die Lufthansa treffen könnte, ist sowas wie Ironie des Schicksals. Denn unsere führende Fluggesellschaft hat in den Achtziger- und Neunzigerjahren am eigenen Leib erfahren, wohin großer politischer Einfluss führt: an den Rand des Ruins.

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