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HELAU, liebe Leser der GermanBoardNews,

die Wirtschaftsmedien widmen sich mit wachsender Intensität dem Thema „Corporate Governance“. So schrieb der SPIEGEL vor drei Wochen unter der Überschrift „Kontrollverlust“ über „die Aufsichtsräte der DAX-Konzerne“. Im Scheinwerferlicht standen (mal wieder) die Herren Achleitner, Wenning, Kaeser, Hagemann Snabe und Zetsche.

Das Manager-Magazin beleuchtet in seiner aktuellen Ausgabe gleich zwei Governance-Themen: Dietmar Palan schreibt in der Titelstory über „Männer im Geldregen“ („Neue Regeln sollen den Anstieg der Vergütung in den Vorstandsetagen beenden – tatsächlich werden die Summen weiter wachsen“), und Philipp Alvares de Souza Soares sinniert: „Sinn-Salabim. CO2, Plastikmüll, Ungleichheit – die Wirtschaft steht unter Dauerfeuer. Es braucht einen „Purpose“, um die Kritiker zu besänftigen“. Dazu seien „konkrete Änderungen im Geschäftsmodell“ nötig, appelliert er an Aufsichtsräte und Vorstände.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

einer der Höhepunkte dieser Woche war sicher die Hauptversammlung von Siemens bzw. von Joe Kaeser am Mittwoch. Sie haben es womöglich am Abend in der Tagesschau gesehen: Da saß er, der CEO während  der letzten Hauptversammlung seiner Amtszeit, und las fast gesenkten Hauptes von einem Blatt vor: „Wären wir noch einmal in der Situation, in der wir frei entscheiden könnten, fiele sie sicher anders aus.“

Anders formuliert: Hätten wir das damals alles gewusst, hätten wir sicher anders entschieden.  Da hört man schon den Komiker Gernot Hassknecht in der heute-show rufen: „Hallo! Geht’s noch?! Was genau haben Sie denn nicht gewusst? Und warum nicht? Haben Sie sich denn noch nie mit den Stakeholdern im Siemens Öko-System auseinandergesetzt? Und kommt es noch schlimmer? Was haben Sie noch alles nicht gewusst?“

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

während wir dieser Tage mit einem Auge nach Davos schauen, hat Larry Fink von BlackRock seinen berühmt-berüchtigten jährlichen CEO-Brief bereits verschickt. Auch wenn dort von einem „fundamental reshaping of finance“ die Rede ist, dürfte der angekündigte ‚Swing‘ in Richtung Nachhaltigkeit niemanden wirklich überraschen. Und auch das Thema Klimawandel sollte mittlerweile jeder zumindest in Grundzügen verstanden haben.

Man fragt sich dann allerdings, warum sich gerade Siemens bei einer solch übersichtlichen Themenlage im Umgang mit ‚Fridays for Future’ eine blutige Nase holt. Fehleinschätzung oder Selbstüberschätzung? Immerhin haben es die Kommunikationsexperten geschafft, dass man nur über das Mini-Business in Australien und nicht auch über die Siemens-Aktivitäten in Indien und China redet.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

Happy 2020! Wir starten mit viel Schwung ins neue Jahr(zehnt) und werden weiterhin die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen in der Corporate Governance Welt für Sie recherchieren und kommentieren.

Insbesondere werden wir dabei ein Auge auf die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) und deren Initiative #FutureGoodGovernance haben. Und da geht es auch gleich los: Deutlich  früher als sonst (die Fußball-EM lässt grüßen) findet am 4./5. Mai 2020 der 16. Deutsche Aufsichtsratstag (#DART16) im Industrie-Club Düsseldorf statt. Der Untertitel lautet diesmal: „Die neue Generation geht an den Start“.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

der vorweihnachtliche Stress ist ein untrügliches Zeichen, dass das Jahr zu Ende geht. Und „zwischen den Jahren“ bleibt dann oft Zeit, die vergangenen zwölf Monate Revue passieren zu lassen. Was lief gut? Welche Ziele haben wir erreicht? Welche Enttäuschungen und Highlights haben wir erlebt?

Aus der Perspektive eines Streiters für eine bessere, zukunftsorientierte Corporate Governance muss ich sagen: Der große Durchbruch ist auch in diesem Jahr nicht gelungen. Angesichts fragwürdiger Entwicklungen wie bei ThyssenKrupp und einer enttäuschenden Kodex-Reform muss man konstatieren: Der Weg zu #FutureGoodGovernance ist noch weit.

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Liebe GBN-Leser,

ich freue mich, Ihnen heute die 200. Ausgabe unserer GermanBoardNews präsentieren zu können. Als wir im Jahr 2015 starteten, war es unser Ziel, die Debatte über Corporate Governance und insbesondere die Rolle der Aufsichtsräte zu fördern und ihr neue Impulse zu geben. Wir wollten den Mund auf machen, wenn uns etwas stört – dabei aber immer fair bleiben.

Das alles gilt weiterhin – zum Beispiel mit Blick auf die VARD-Initiative #FutureGoodGovernance. Ein besonderes Augenmerk werden wir in den kommenden Monaten auf das Thema ‚Unabhängigkeit von Aufsichtsräten’ richten, vor allem, wenn sie bei (kurzfristig orientierten) Investoren in Lohn und Brot stehen. Denn es zeigt sich immer wieder, dass sie trotz aller Lippenbekenntnisse eigene Ziele verfolgen. Genau das erwarten ihre Geldgeber schließlich von ihnen und dafür werden sie bezahlt.

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Liebe Leser der GermanBoardNews, liebe DART-Teilnehmer,

der 15. Deutsche Aufsichtsratstag (DART) in der vergangenen Woche war der offizielle Startschuss für die VARD-Initiative #FutureGoodGovernance. In spannenden Vorträgen und lebendigen Podiumsdiskussionen haben wir aktuelle Herausforderungen beleuchtet, Anachronismen identifiziert und erste Ideen gesammelt (siehe dazu auch die Rubriken „Top“ und „Flop“ dieser Ausgabe sowie die Nachlese mit zahlreichen Impressionen ).

Am Nachmittag folgte dann eine Premiere: Im Rahmen eines DesignThinking-Workshops haben engagierte Aufsichtsräte und Corporate-Governance-Experten begonnen, konkrete Ideen für die Governance der Zukunft zu entwickeln – an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank an alle, die mitgemacht und mitgedacht haben.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

Aufsichtsräte und insbesondere die Gremienvorsitzenden sind nach den Corporate-Governance-Skandalen der letzten Wochen verstärkt in die Kritik geraten, sogar von einem „Kartell der Klone“ war die Rede. Bei aller Bereitschaft zur Selbstreflexion sei aber der Hinweis erlaubt: Vielfach sind Aufsichtsratsvorsitzende Getriebene, weil Großaktionäre und aggressive Finanzinvestoren Druck machen – und dabei eigene Interessen vor das Unternehmenswohl stellen.

Wir müssen deshalb darüber nachdenken, wie wir den Einfluss kurzfristig orientierter Investoren beschränken, ohne Aktionärsrechte oder die Mitbestimmung auszuhebeln. In diesem Zusammenhang möchte ich Ihnen besonders unseren „Flop der Woche“ ans Herz legen, wünsche aber auch darüber hinaus eine anregende Lektüre.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

angesichts der Turbulenzen bei der Industrie-Ikone ThyssenKrupp erhalten Sie heute eine Sonderausgabe der GermanBoardNews. Wir haben die Entwicklungen in den letzten Jahren eng begleitet und beleuchten, wer die Verantwortung trägt – und warum das Drama allen Aufsichtsräten eine Lehre sein sollte.

Die nächste reguläre Ausgabe erscheint übrigens wegen des Feiertages nicht am kommenden Freitag, sondern am 07. Oktober.

Ich wünsche Ihnen eine anregende Lektüre.

Peter H. Dehnen & die GBN-Redaktion

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Wir blicken nach vorne. Ich möchte Sie heute auf eine kleine Zeitreise in das Jahr 2029 mitnehmen. Stellen Sie sich vor, Sie lesen – wie gewohnt – am Freitagmorgen Ihre GermanBoardNews. Ein Beitrag verweist auf den „GCGS“, den Global Corporate Governance Standard, der vor fünf Jahren, also im Jahr 2024 eingeführt wurde – infolge einer konzertierten, vom Stakeholder-Value-Gedanken inspirierten Aktion von OECD und UN, um die Corporate Governance zu internationalisieren.

Eine von der EU-Kommissionspräsidentin am Ende ihrer ersten Amtszeit durchgeboxte Corporate-Governance-Initiative hatte den Weg für eine internationale Lösung frei gemacht, vorbei waren damit – gleichsam über Nacht – die Zeiten kleinteiliger nationaler Kodizes.

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