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Liebe Leser der GermanBoardNews,

in den vergangenen Tagen war in Corporate Governance Deutschland noch mehr los als wir erwartet hatten. Ohne damit Prioritäten definieren zu wollen, werden wir uns mit einigen Themen erst in den kommenden Ausgaben intensiver befassen können. Ich denke da an die neue Quotenregelung für Vorstände und den Wirecard Untersuchungsausschuss (sowie die Rolle von Tina Kleingarn). Aber auch das Thema ThyssenKrupp  geht mir nach wie vor unter die Haut und bedarf einer aktualisierten Bewertung – mit der Lupe.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

nach dem Wirecard-Skandal diskutieren (endlich!) alle über Corporate Governance, und auch die Arbeitnehmervertreter haben sich nun eingeschaltet: Die Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) forderte in dieser Woche eine „Neujustierung der Konfliktlösung in den Aufsichtsräten“.

Dahinter verbirgt sich die Idee, umstrittene strategische Entscheidungen „in einem Mediationsverfahren mit neutralem Schlichter zu fällen“ – und nicht mehr durch das Doppelstimmrecht des Aufsichtsratsvorsitzenden. Das soll etwa für Sitzverlagerungen ins Ausland, Fusionen, Werksschließungen oder „Massenentlassungen“ gelten.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

in dieser Woche wurde der 123 Seiten starke Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Finanzmarktintegrität (Finanzmarktintegritätsstärkungsgesetz – FISG) veröffentlicht. Schon der Blick auf die Zielsetzung („… Jüngste Vorkommnisse haben gezeigt, dass insbesondere die Bilanzkontrolle gestärkt und die Abschlussprüfung weiter reguliert werden müssen…“) zeigt: Mit dem Gesetz wollen Bundesfinanz- und -justizministerium Lehren  aus dem Fall Wirecard ziehen und als Agenda in Szene setzen.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

während wir mit Spannung die ersten Ergebnisse des Bundestagsuntersuchungsausschusses im Fall Wirecard und die neuen DAX-Regeln der Deutschen Börse erwarten, zeichnen sich erste politische Reformen ab.

Es wäre aber sicherlich zu kurz gesprungen, wenn die wesentliche Lehre aus dem Fall Wirecard die wäre, die  BaFin zu stärken. Denn es gibt ja bekanntlich nicht nur am Finanzmarkt „böse Buben“. Was ist also mit all den Unternehmen, bis zu denen der lange Arm der BaFin nicht reicht?

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

heute möchte ich mich herzlich bei vier langjährigen Mitstreitern bedanken: Dietmar Kuhnt, Stephan Kufferath, Wilhelm Haarmann und Carl-Dieter Wuppermann haben die Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) mit Engagement, Expertise und Menschlichkeit geprägt. Ihr Einsatz für die Professionalisierung unseres Berufsstandes und eine verantwortungsbewusste Unternehmensführung verdient höchste Anerkennung!

Zugleich freue ich mich, dass wir nach ihrem Ausscheiden neue, hochkarätige Aufsichtsräte für Präsidium und Vorstand gewinnen konnten (siehe dazu unsere Rubrik „Aufsichtsräte der Woche“, in der wir heute ausnahmsweise einen Blick in die eigenen Reihen werfen).

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

das Rufen wurde erhört! Mit ein wenig Stolz und frischer Zuversicht schreibe ich diesen Satz. Denn nach dem Wirecard-Skandal, der durch ein komplettes Systemversagen (auch auf Aufsichtsratsebene) möglich wurde, bewegt sich endlich was in Corporate Germany – und zwar auf zwei Ebenen.

Erstens: Der Untersuchungsausschuss des Bundestages in Sachen Wirecard wird das Governance-System-Thema aufgreifen, wie aus der hervorgeht: Dort heißt es in Abschnitt III, Ziff. 47, es solle untersucht werden:

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

das Rufen wurde erhört! Mit ein wenig Stolz und frischer Zuversicht schreibe ich diesen Satz. Denn nach dem Wirecard-Skandal, der durch ein komplettes Systemversagen (auch auf Aufsichtsratsebene) möglich wurde, bewegt sich endlich was in Corporate Governance Germany – und zwar auf zwei Ebenen.

Erstens: Der Untersuchungsausschuss des Bundestages in Sachen Wirecard wird das Governance-System-Thema aufgreifen, wie aus der konstituierenden Frageliste hervorgeht: Dort heißt es in Abschnitt III, Ziff. 47, es solle untersucht werden:

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

wir melden uns aus einer Sommerpause zurück, die alles andere als ereignislos war. Denn der Wirecard-Skandal hat immer weitere Kreise gezogen. Zahlreichen Beobachtern ist klar geworden: Es reicht nicht, das Versagen von Wirtschaftsprüfern und Bafin zu beleuchten. Wir müssen zudem die Schwächen unseres Corporate-Governance-Systems identifizieren und beheben.

Nachdem ich in den letzten GermanBoardNews vor den Ferien für einen „Masterplan“ plädiert hatte, durfte ich meine Vorschläge im Interview mit dem SPIEGEL konkretisieren. Seither gab es viel Zustimmung – insbesondere für die Forderung, die Deutsche Börse in die Pflicht zu nehmen und hohe Governance-Standards zur Bedingung für ein Listing zu machen.

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Liebe Leser der GermanBoardNews,

während der Bund Anteile an der Lufthansa übernimmt und seine Vertreter in den Aufsichtsrat ‚entsendet‘, laufen bei der anderen prominenten Beteiligung, der Commerzbank, der Vorstands- und der Aufsichtsratsvorsitzende , weil sie offenbar dem Druck eines Investors nicht standhalten können/wollen (siehe dazu unser heutiges Top vs. Flop).

Ich möchte mich heute zunächst  nochmal (und bestimmt nicht zum letzten Mal) dem WIRECARD-Skandal widmen. Denn mich treibt insbesondere die Frage um:

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Liebe Leser der GermanBoardNews, was ist denn da los in Corporate Deutschland? Mit der Lufthansa haben wir uns mehrfach beschäftigt, und dann hat uns plötzlich Wirecard  überrascht. Wirklich? Ja. Auch ich war geneigt, das Unternehmen mit einer rosaroten Brille zu sehen. Immerhin hat Wirecard in den letzten zwei Jahren reputable Aufsichtsräte an Bord geholt (und weist übrigens eine alles übertreffende Frauenquote aus).

Für die Hauptversammlung waren weitere Aufsichtsräte angekündigt (wir haben hier darüber berichtet). Und jetzt bringt genau dieses Unternehmen Schande über den Kapitalmarktstandort Deutschland. Die Rolle des Aufsichtsrates bei diesem Desaster werden wir uns ganz genau ansehen müssen.

Das Wirecard-Drama offenbart aber noch ein ganz anderes Problem: Wir haben zwar den Deutschen Corporate Governance Kodex, aber auf die Corporate Governance im Sinne guter Unternehmensführung und -überwachung hat er keine positive Wirkung. Wie sonst wäre es zu erklären, dass ein Unternehmen, das den Kodex weitgehend einhält, einen derartigen Skandal verursacht?

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