Sie möchten Aufsichtsrätin werden? Warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist.

Frauen Aufsichtsräte

Deutschlands Aufsichtsgremien verändern sich grundlegend. Für Frauen mit MINT-Expertise bieten sich große Chancen – und zwar keineswegs nur wegen der Frauenquote.

Keine Frage, wir leben in spannenden Zeiten. Globalisierung und Digitalisierung sorgen für einen rasanten Wandel, der Unternehmen aus allen Branchen zwingt, sich neu und besser aufzustellen.

Ein entscheidender Faktor dabei sind die Aufsichtsräte. Einst als Abnick-Runden honoriger Ex-Manager und begnadeter Netzwerker belächelt, wandeln sie sich zunehmend zu hochprofessionellen Gremien, die Strategien und Konzepte kritisch hinterfragen und intensiv diskutieren.

Deshalb wird wichtiger, was wir neudeutsch „Diversity“ nennen. Denn um zu komplexen Themen die richtigen Fragen stellen und sinnvolle Impulse geben zu können, sind unterschiedliche Kompetenzen und Perspektiven unabdingbar.

Aufsichtsratschefs suchen für ihre Gremien deshalb immer öfter Experten, die aus völlig anderen Branchen kommen, einen anderen kulturellen Hintergrund haben oder sich auf andere Weise abheben. Nachdem gestandene Manager, Juristen und Ingenieure aus dem Netzwerk des Aufsichtsratschefs lange Zeit die besten Chancen hatten, werden die Karten derzeit neu gemischt.

Und damit – und nicht vor allem, wie viele glauben, wegen der Frauenquote – sind die Chancen von Frauen deutlich gestiegen. Anders formuliert: Es herrscht endlich Chancengleichheit im Kampf um spannende und herausfordernde Aufsichtsratsmandate. Aber welche Voraussetzungen müssen Kandidatinnen mitbringen?

Kompetenz. Bei aller Wertschätzung für Besonderheit und Individualität – eines müssen sämtliche Aufsichtsratsmitglieder gemeinsam haben: Sie brauchen fundierte betriebswirtschaftliche Kenntnisse, vor allem in den Bereichen Strategie, Finanzen, Rechnungslegung, Risikomanagement, Steuern und Controlling.

Technik & Digitales. Darüber hinaus ist angesichts der digitalen Transformation derzeit insbesondere Digital-Expertise gefragt. Und wer glaubt, dass dies gegen höhere Frauenquoten spricht, hat den Sprung ins 21. Jahrhundert noch nicht geschafft: Es gibt zahlreiche Expertinnen, die den digitalen Wandel der deutschen Wirtschaft vorantreiben – als Managerinnen, Beraterinnen oder Startup-Unternehmerinnen.

Einsatzbereitschaft. Machen Sie sich nichts vor: Ein Aufsichtsratsjob kostet Zeit. Es geht nicht nur darum, einmal pro Quartal zusammenzukommen – Aufsichtsräte müssen die Sitzungen zudem vor- und nachbereiten. Darüber hinaus ist angesichts des rasanten Wandels und immer kürzerer Innovationszyklen mehr denn je die Bereitschaft gefragt, sich auch außerhalb der regulären Sitzungen auszutauschen (etwa im Rahmen kurzfristig anberaumter Video- oder Telefonkonferenzen), sich in neue Themen wie zum Beispiel Cybersecurity einzuarbeiten und sich regelmäßig und systematisch weiterzubilden.

Erfüllen Sie einige oder gar alle Voraussetzungen? Zögern Sie bitte nicht, Kontakt mit mir aufzunehmen, wenn Sie mehr über die Arbeit von Aufsichtsräten erfahren möchten oder ganz konkret wissen wollen, ob Ihre Qualifikationen ausreichen und wie Sie den ersten Schritt zum Aufsichtsrat machen.

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