Corona, Türkei, Syrien: Krisen erschüttern die Wirtschaft, Vertrauen wird zum Ritterschlag auf Zeit. Was bedeutet das für Vorstände und Aufsichtsräte?

Liebe Leser der GermanBoardNews,

das „Coronavirus“ stellt die Welt auf den Kopf. Sorgen, Ängste, Panik machen sich breit. All das hätte man sich vor ein paar Monaten noch nicht vorstellen können. Als wenn wir mit Digitalisierung, Elektrifizierung und Klimakrise nicht schon genug  Herausforderungen meistern müssten – ganz zu schweigen von den Ereignissen in Syrien, an der türkisch-griechischen Grenze, in Thüringen und in Hanau, die uns ebenso sprachlos wie beschämt machen.

Leider ändert sich jedoch nicht viel, weil niemand (außer verbal vielleicht) Kante zeigen will. In kurzer Zeit scheinen sich viele unserer Werte in Luft aufgelöst oder zumindest verschoben zu haben. Erst wollen wir es nicht bemerkt haben – und dann wissen wir nicht, was wir tun sollen. Wie wollen wir morgen leben und wirtschaften? Wie soll die Welt aussehen, die wir morgen in die Verantwortung unserer Kinder übergeben?

Was hat das mit Corporate Governance zu tun? ALLES. Denn die Diskussion um Nachhaltigkeit, Purpose und Stakeholder Economy ist im Kern eine Diskussion um Werte. Und wenn die Corona-Krise und andere  unvorhergesehene Entwicklungen das Geschäft(smodell) eines Unternehmens erschüttern und den Kapitalmarkt verunsichern,  zählt nur noch eines: VERTRAUEN.

Das bekommt man heute jedoch nicht einfach so geschenkt: Jedes Unternehmen muss es sich jeden Tag wieder verdienen – das Vertrauen wird zum Ritterschlag auf Zeit. Und hier kommen Werte und die NACHHALTIGKEIT ins Spiel. Denn überall wollen die Menschen inzwischen die Menschen von jedem Unternehmen klar und deutlich hören, wofür es (ein)steht und wie es Gutes für die Welt tut. Als wir vor ein paar Jahren diese Diskussion aufnahmen, haben viele gelächelt, heute ist es tagtäglicher Ernst geworden.

Was Sie auf dem DART erwartet

Es gibt also Einiges zu besprechen, und deshalb darf der 16. Deutsche Aufsichtsratstag (#dart16) am 4./5. Mai 2020 im Industrie-Club Düsseldorf nicht ausfallen: Er muss gerade in diesen schwierigen Zeiten stattfinden. Alle möglichen Vorsorgemaßnahmen für Sicherheit und Gesundheit werden wir treffen. Im Einzelnen stehen folgende Themen im Fokus:

Nachhaltigkeit: Wir müssen dringend darüber sprechen, was wir darunter verstehen. Denn häufig reden Aufsichtsräte, Vorstände und Investoren genau an dieser Stelle aneinander vorbei  – mit katastrophalen Folgen für das Unternehmen und seine Stakeholder.

Die Sollbruchstellen sollten Sie als Vorstand und Aufsichtsrat kennen. Deshalb lassen wir auf dem DART beide Seiten zu Wort kommen: BASF-Manager und value-balancing-alliance-CEO Christian Heller für die Unternehmensperspektive und Ingo Speich von der Deka für die institutionellen Investoren.

Europa. Deutschland ist keine Insel, sondern bekanntlich ein zentraler Bestandteil der Europäischen Union. Und die neue EU-Kommission hat sich auch in den Bereichen Corporate Governance und Nachhaltigkeit einiges vorgenommen. Die Maschinerie läuft gerade an. Höchste Zeit, die Antennen auszufahren und sich zu wappnen (oder sich – mit der Vereinigung der Aufsichtsräte in Deutschland (VARD) – gegen ungeeignete Gesetzesinitiativen zu wehren).

VARD ist das deutsche Mitglied der European Confederation of Director Associations (ecoDa) in Brüssel und hat dort das Ohr – sozusagen – an der Wand. Der ecoDa-Chairman Jan Wesseldijk aus den Niederlanden, kann deshalb auf dem  16. DART die Dinge auf den Punkt bringen und aufzeigen, was sich in der EU in Bezug auf Nachhaltigkeit bereits tut und womit Unternehmen rechnen müssen. Mit anderen Worten: Top insights für Top Entscheider.

Mittelstand, 5G, Cybersicherheit. Was erwartet Sie sonst noch auf dem DART? Ein Insiderbericht über das, was sich im Mittelstand in Sachen Corporate Governance verändern wird. Zudem werden Sie von einem echten „5G“-Experten erfahren, welche Evolutionsschritte uns schon bald ins Haus stehen – und Sie werden hören, was ein Spezialist aus der Perspektive Cybersicherheit dazu sagt.

Und damit neben den Dialogen die konkreten Ergebnisse nicht auf der Strecke bleiben, wird es  – gleichsam als Finale – einen moderierten Workshop geben, in dem wir gemeinsam mit allen Teilnehmern Gedanken konkretisieren und praxistauglich machen: Wir wollen im Rahmen unserer Initiative #FutureGoodGovernance konkrete Vorschläge entwickeln.

Deutsche Börse. Als wenn das nicht alles schon genug wäre: Wir starten den 16.DART wie gewohnt am Vorabend mit einem „Dinner & Talk“ – und ich freue mich sehr, dort Theodor Weimer, den Chef der Deutschen Börse, begrüßen zu dürfen. Das wird eine spannende Unterhaltung – versprochen.

 

Noch Fragen? Wenn nicht, dann am besten gleich hier anmelden. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

 

Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Peter Dehnen